Die Geschichte des Bobsports in Liechtenstein

Tradition mit Unterbrechung

Der Bobsport in Liechtenstein blickt auf eine lange Tradition zurück. Diese geht bis in das Jahr 1936 zurück, als erstmals ein Bobteam aus Liechtenstein in den Personen von Egon Büchel als Anschieber und Baron Eduard Theodor von Falz-Fein als Pilot an den olympischen Winterspielen am Start war. Auch noch 1956 gehörte eine Liechtensteiner Bobmannschaft zur Olympia-Delegation des Fürstentums. Im Jahr darauf kam es jedoch bei einem Rennen in St. Moritz zu einem tödlichen Unfall des Liechtensteiner Bobsportlers Moritz Heidegger, was dazu führte, dass der Bobsport in Liechtenstein vorübergehend verboten wurde.

Anschliessend wurde es ruhig um den Liechtensteiner Bobsport. Erst im Jahre 1989 kam es mit der Gründung des Bob & Skeleton Club Liechtenstein zur Wiederbelebung. Nach Schaffung der notwendigen Strukturen stellten sich in den Folgejahren erste Erfolge ein, welche zu Teilnahmen an Welt- und Europacup sowie Amerikacup Rennen führten.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Liechtensteiner Team wieder Teil der Olympischen Spiele sein konnte. 2010 war es so weit: Liechtenstein konnte sich mit einem 2er- und einem 4er-Bobteam für die Olympischen Spiele in Vancouver qualifizieren.

Vor wenigen Jahren wurden die Disziplinen des Bob & Skeleton Clubs Liechtenstein mit dem Bereich Monobob ergänzt, welcher auch der Jugendförderung dienen soll. Schon nach zwei Jahren gelang es dem Athleten Gabriel Ospelt, sich für die Olympischen Jugendspiele 2016 in Lillehammer zu qualifizieren, womit erstmals ein Liechtensteiner Bobpilot an solchen Spielen teilnahm.


Geschichte

Geschichte
Olympische Winterspiele Garmisch-Partenkirchen 1936
links: Eugen Büchel, rechts: Baron Eduard Theodor von Falz-Fein